Impressionen

Waldatmen - Naturtanztag Juni 2017

Waldgeflüster

 

Ich tauche ein
in den Wald der mich willkommen heißt,
mit seiner Geborgenheit.

Sein Duft so warm, so weich
nimmt mich in den Arm zugleich.
Hier schmecke ich dich und spüre deine Nähe,

meine geliebte Seele.

 

Lass mich sinken, lass mich fallen
in den feucht warmen Blätterboden.
Höre sein Knistern wie geheime Boten,
sie flüstern in mein Ohr hinein.
Der Waldatem dringt mit aller Kraft in meine Lungen ein, und hebt im Rhythmus, mein Brustkorb ganz fein.

 

Weit öffnet sich meine Sicht,
erblicke versteckt am Wegesrand und in verwunschenen Ecken,
die stolzen Fingerhüte, wie sie mir winken.
Ihre Schönheit berührt mein Herz
und erzählt vom heilenden Schmerz.
In Heerscharen sind sie gekommen und läuten mit ihren magenta farbenen Glocken. Führen uns in Schlangenlinien auf ihren Herzensweg gegen Süden.

 

Frische Feuchtigkeit setzt sich auf meine Haut,
und erzählt von vergangenen Regentagen.
Da heftet sich mein Blick an einen umgefallenen Baum,

seine Öffnung geformt wie ein Herz, in seiner Rindenlaube.

Wie entzückend seine Höhle,
sie zieht mich in ihr Inneres hinein
und führt mich zu des Baumes Seele.

 

Ein Pfeifen weckt mich aus dem Blätterdach

und erinnert mich an die allmorgendlichen Töne,

die mich aus dem Hause rufen,
für viele warme Küsse.

 

Voller Freude spüre ich dann die Sonne im Gesicht,

das Strahlen deiner liebevollen Augen.
Ich bin so berührt, dass ich fast weinen muss
weil ich keine Worte find für diese Schönheit,

mit der ich dich so gerne beschreiben möcht'.

Ein Schauer so rein, so licht
strömt durch meine Körpermitte.
Der Wald atmet mich!

 

Ein Meer aus Moos umhüllt den Hang,
in hellen und dunklen Grüntönen.
Hier kann ich deinen schönen Körper liegen sehen,

ein Samtgewand schmiegt sich über ihn.
Da hör' ich den Wind säuseln,
welch süßes Wesen ist in ihm verborgen.

 

Wir schreiten weiter, sind ganz gespannt,
auf den Platz zu dem du uns leitest.
Ein magischer Ort, so kraftvoll und so weise,
dass man die Erdensäfte an die Oberfläche steigen hört.
Feine Gräser stehen hier ganz still,
bis der Wind sie berührt und animiert zum Tanz.
Hier sammeln wir geschwind ein paar Steine
und legen ein Medizinrad im Kreise.
Ehren Erde, Wasser, Luft und Feuer und die Jahreszeiten.
Finden Norden, Osten, Westen, Süd und schwingen uns in ihre Mitte ein.

Möge Heilung walten in dem Rad der Gezeiten.

 

Mit feinen Pinseln malen wir,
lebendige Farbenspiele zu Gesichte.
Wie liebevoll streicheln sie, unsere Stirn und Wangengeschichten
und unterstreichen die Lebenszügen die uns erwartungsvoll empfangen.

Und dann lachen wir über die Formen,
die aus dem Moment entstehen.

 

Dann schleichen wir auf eigenen Wegen,
suchend den Platz zu finden, zu dem es uns zieht.
Ich taste mit meinen Füßen und gleite hinab zu einem Gestein.

Seine Felsen recken sich aus dem Untergrundgebein.
Samtig weich dein Moosgewand, in dir harte Steine.
Hier lass ich mich nieder,
berührt von deiner starken, sanften Art.
Gestützt im Rücken, gehalten vom Tag.
Wie machtvoll, dein jahrtausend altes Wissen,
schwingend und vibrierend!

 

Hier oben fühle ich mich erhaben,

liebevoll gebettet, vom Leben getragen.

Das Rauschen in den Ohren,
ein Meer aus tausenden von Blättern,

die sich wie Wellen heben und senken,

in den Baumkronen.

 

Gestreichelt von den Sonnenstrahlen,
so angenehm warm.
Da vernehme ich ein Blitzen in meinen Augenwinkeln,
besucht mich wahrhaftig ein Eichhörnchen aus dem Blätterdach.

Spinnennetze fein gewebt,
eine Verbindung strebt,
zwischen den Schattenspielen der Baumriesen.
Reges Treiben über Ihnen,
ein Chaos aus Fliegen zieht dem Horizont entgegen.
Den Blick erhoben zum Himmelszelt,
seh ich hindurch der Blätterkronenlücken,
die Wolken kommen und gehen.

 

Und schließ ich dann die Augen,
und beginne zu lauschen,
dann ist da wieder die WeltenSymphonie.
Wie wundervoll dieser Atem,
er durchströmt mich mit endloser Energie.
Hier könnt ich für immer bleiben, im unendlichen Sein verweilen.

So steige ich immer höher, an meinen lichten klaren Tagen
zur Atemstille und zum Schweigen.
Oh ja, das Lob ich mir! 

 

Stefanie

 

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Am Tulpengarten 17

65779 Kelkheim

 

06195/900828 oder 0178/4506400

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Bitte nicht im "Tulpengarten" parken. 

(Enge Anliegerstraße) 

In den angrenzenden Straßen "Johann Strauß Straße" und "Lorsbacher Straße" gibt es viele Parkmöglichkeiten. 

Danke! 

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